Entspannungspädagogin – was soll das sein?

Seit 2018 bin ich staatlich zugelassene und zertifizierte Entspannungspädagogin.

Wie kam es dazu?

2017 entschlosss ich mich zu einer nebenberuflichen Ausbildung zur Entspannungspädagogin. Das hatte verschiedene Gründe. Einerseits wollte ich nach meinem Studiumsabschluss in Pädagogik und Soziologie in 2016 nicht das Lernen vergessen. Ich war fest im Job und hatte das Glück, noch genug Zeit und Kapazitäten zu haben um mir eine zusätzliche Herausforderung zu suchen. Ich hatte sogar das Glück, dass mein Geschäftsführer mich bei dieser Idee unterstützte. Auch die Idee, mir nebenher etwas Eigenes aufzubauen, mich mit einer Thematik zu beschäftigen – ganz freiwillig – die mir Spaß machte, war entscheidend.

Warum Entspannungspädagogik?

Ja warum eigentlich… Ich gebe gern zu dass ich zuerst an eine Systemische Ausbildung gedacht habe, vielleicht sogar den Heilpraktiker in Psychotherapie. Doch umso mehr ich mich informierte, desto klarer wurde mir, dass ich mich für eine so lange und intensive Ausbildung (noch dazu eine so teure) nicht entscheiden wollte. Es war unklar, ob die doppelte Belastung zu schaffen war, unklar, wie es privat weitergehen würde, unklar ob ich bereit war, mehrere Jahre mit Lernen zu verbringen und dafür so viel zu investieren. Also sah ich mich nach Lehrgängen und Ausbildungen um, die weniger Verpflichtungen bedeuten würden und gleichzeitig mein Interesse weckten. Die Entscheidung für die Entspannungspädagogik fiel mir dann sehr leicht.

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Das Berufsbild von Entspannungspädagogen oder -traininern ist im deutschen Bereich noch nicht ganz klar definiert. Einige Lehrinstitute verlangen eine Art pädagogische Vorbildung. In der Ausbildung wird Grundwissen zu den Themen Stress und Entspannung (auf physiologischer und psychologischer Seite), zu Beratung, zu den Themen Stress bei bestimmten Zielgruppen und vertieftes Wissen über ein, bzw. zwei Entspannungsmethoden vermittelt. Auch die Praxis der Methoden wird beigebracht, sodass ein Entspannungspädagoge dazu berechtigt ist, Entspannungsmethoden in Kursen zu unterrichten. In meinem Fall gehören Autogenes Training und Progresssive Muskelentspannung zu den praktischen Methoden.

Viele Entspannungspädagogen geben schließlich Kurse zu den Methoden, Seminare zu den Themen Stressprävention, Burnout oder bieten entsprechende Beratungen an. Das Feld zur Diagnostik und psychologischen Therapie bleibt uns aber versperrt – das dürfen in Deutschland ausschließlich Menschen mit entsprechender medizinischer Ausbildung. Einige haben eine eigene Praxis, andere organisieren sich entsprechende Termine über Anbieter wie Volkshochschulen, Reha-Zentren und anderen spannenden Orten.

Macht das Spaß?

Es ist ein total tolles Gefühl, andere dabei zu unterstützen, in einen Zustand der Entspannung zu kommen! Es erfordert Vertrauen und Professionalität und ist ein wirklich besonderer Weg, mit Menschen zusammen zu arbeiten. Ich möchte es nicht missen!

 

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