Achtsamkeit, Familie, Freundschaft, Gesund leben, Persönlichkeitsentwicklung

Abschied nehmen und loslassen

„Alles verändert sich mit dem, der neben mir ist oder neben mir fehlt.“ Sylke-Maria Pohl

Abschied nehmen ist schwer. Loslassen noch schwerer. Und doch hält jedes Leben genau das für uns bereit, da jedes Leben endet. Ein Rezept für das ewige Leben wurde noch nicht erfunden (außer in Büchern und Filmen) und ein Rezept für den Umgang mit dem Tod auch nicht.

Was dem einen hilft, kann der andere nicht nachvollziehen. Während der eine in Trauer schweigt, möchte der andere sich ablenken oder das Erlebte in Gesprächen verarbeiten. Trauer hat viele Gesichter, sagt man. Mit den uns vermittelten Wertvorstellungen, religiösen Überzeugungen und philosophischen Ansichten werden wir in das Thema Tod geworfen, wenn es zum ersten Mal hautnah an uns vorbeigeht und jemanden mitnehmen, den wir lieben.

Religiösität kann helfen – der Glaube daran, dass mit dem Tod etwas Gutes passiert, lässt uns leichter loslassen. Aber was, wenn man nicht weiß, was kommt, oder zweifelt? Dann ist man dazu gezwungen zu akzeptieren, dass dieser Mensch, diese Person oder dieses geliebte Haustier einfach verschwunden ist und man seine Wege nicht mehr nachvollziehen kann. Bei allem, was wir Menschen so tun und glauben zu wissen, liegt uns das Thema der Unendlichkeit genauso wenig wie die Realisierung der Endlichkeit. Unerklärliche Sachen passen nicht in unser eher von rationalen Überzeugungen geprägtes Weltbild. Sie stören uns und mitunter verzweifeln wir daran. Als Teil der psychosozialen Faktoren gehört der Verlust einer uns nahe stehenden Person zu den häufigen Ursachen für Depressionen, Angsterkrankungen und weiteren Krankheitsbildern. Die Aufarbeitung dieses Verlustes stellt viele Menschen vor eine große Herausforderung.

Da ich als Entspannungspädagogin arbeite, würde ich natürlich an dieser Stelle sehr gern schreiben: Kein Problem, kommt einfach in meine Kurse und abboniert meinen Blog, dann steckt ihr den Verlust schon weg! -> Natürlich totaler Unsinn. Wir benötigen alle unsere eigenen Mechanismen um im Gleichgewicht zu bleiben, auch wenn uns das Leben umwerfen will indem es uns jemanden wegnimmt. Dennoch glaube ich, eine handvoll Sachen benennen zu können, die meiner Ansicht nach helfen können:

Klarheit. Achtsamkeit (vor allem uns selbst gegenüber). Nachsicht (uns selbst gegenüber). Geduld und den Blick für das Schöne der Welt zu behalten. 

Und zumindest aus dieser Perspektive können Entspannungsmethoden und Achtsamkeitsübungen uns helfen, zumindest für eine gewisse Stabilisierung sorgen und so vielleicht auch in schwierigen Zeiten eine kleine Insel schaffen, auf der es uns kurze Zeit gut gehen kann.

Ich wünsche euch gute Gedanken und eure eigene Wohlfühl-Insel.

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