Achtsamkeit, Entspannung, Gesund leben, Richtig entspannen, Try-Out-Monday

Try-Out-Monday: Atem-Übungen & Meditation

Unser Atem erhält uns am Leben. Wir nehmen ihn in uns auf und lassen ihn gehen. Er kann Verspannungen lösen, wichtigen Sauerstoff liefern, Heilprozesse anstoßen und uns Entspannung bringen. Deshalb habe ich mir für meinen zweiten Beitrag zum Try-Out-Monday den Atem als Versuchskaninchen ausgesucht und mich mit Atemübungen und -meditation beschäftigt.

Atmung, die gut tut

Eine gute, ruhige Atmung hilft, aus dem drehenden Gedankenkarussell des Alltags auszusteigen und Klarheit zu finden. Wir schöpfen Kraft aus ihr und Wohlbefinden. Nicht nur mental hilft uns der Atem, auch auf physischer Ebene bewegt er nachgewiesen viel: Er beeinflusst Puls, Blutdruck und Herzfrequenz und kann damit auch Auswirkungen auf Ängste, Depressionen, Burn-Out-Zustände und Panikattacken haben. Er löst Magenkrämpfe, hilft uns bei der Geburt unserer Kinder, lockert verhärtete Muskeln auf und steuert gegen Kopfschmerzen an. Das alles ist doch sicher einen Try-Out-Monday wert, oder? Vor zwei Wochen war es das Hüft-Öffner-Yoga, letzte Woche ein missratenes Rezept, über das ich lieber nicht berichten wollte, und nun will ich euch zwei Atemübungen mitgeben, die ich als sehr angenehm empfand.

Die Grundlage Unser Atem.png

Wir atmen auf verschiedene Art und Weise. Unterscheiden kann man vor allem zwischen Brust- und Bauchatmung.

Bei der Brustatmung heben und senken sie die Rippen aktiv. Durch den entstehenden Unterdruck strömt Luft in die Lungen ein und wird durch Elastizität von Lunge und Brustraum aus ihr herausgepresst. Diese Form der Atmung braucht mehr Energie als die Bauchatmung und tritt vor allem bei stärkerer körperlicher der psychischer Belastung auf. Aus diesem Grund gilt sie auch als charakteristisch für Stresszustände.

Die Bauchatmung hingegen (auch Zwerchfellatmung genannt) erfolgt durch Kontraktion des Zwerchfells. Das Zwerchfell ist ein scheibenförmiger Muskel, der unseren Torso vom Bauchraum trennt – übrigens ist es auch für Schluckauf verantwortlich, das störrische Ding! Für die Atmung hingegen wollen wir es aktivieren, denn die Bauchatmung ist die ruhigere und produktiviere Form des Atmens. In jeder Yoga- oder Pilatesstunde wird von ihr gesprochen, sie ist ein wichtiges Ziel in jedem Entspannungsprozess, weil sie tiefer geht und die oben beschriebenen positiven Effekte erzielen kann. Sind wir erstmal entspannt, geschieht sie fast von allein. Wer tief und entspannt atmet, lebt entspannter, vitaler und gesünder.

relax-1183533_1920

Weite – eine simple Körperübung

Lege dich rückseits auf den Boden, vielleicht auf eine bequeme Matte, grätsche die Beine auseinander, so dass deine Beine etwas mehr als Hüftbreit auseinanderliegen.

 

Beide Arme führt du hinter dich und legst sie dort locker ausgestreckt ab, so dass deine Hände mit der Handfläche nach oben zeigen. Arme und beide liegen jetzt beide mehr als hüftbreit auseinander, du liegst entspannt auf dem Rücken. Beobachte deinen Atem ca. 30 Sekunden bis 3 Minuten) und stelle dann die Beine auf und lege die Arme neben dich. Spüre jetzt nach – was fühlt sich jetzt anders an? Wo spürst du deinen Atem – ist er jetzt irgendwo zu fühlen, wo du ihn vorher nicht wahrgenommen hast?

Ich fand den Effekt dieser einfachen, schönen Übung überraschend deutlich! Sie lässt sich super einschieben, da kurz und entspannt und man braucht dafür nichts, bis auf ein paar Momentchen Ruhe.

Atem-Variationen

Das war lustig! Ich habe mich ins Wohnzimmer gestellt und nach und nach meinen Atem ausgelotet: ich habe bewusst in den Bauch geatmet aber auch bewusst in den Brustraum. Dann habe ich vollen Herzens geschnuppert und versucht, die Erdbeeren in der Küche zu erriechen (hat nicht geklappt), dann folgte ein seeehr herzhafter Gähner. Um mehr Bewegung im Atem- und Brustapparat zu spüren, habe ich gesummt in hohen und tiefen Tönen. Auch Zischen und Pfeifen habe ich von mir gegeben und zum Schluss noch einmal ein Gähnen, weil es so befreiend war. Anschließend hatte ich das Gefühl, dass mein ganzer Körper sich über diese Atem-Aufmerksamkeit gefreut hat!

Probiert es doch einmal aus! Mein Try-Out-Monday hat mir jedenfalls gut gefallen und ich gehe entspannt in die Woche.

Andere Try-Out-Monday Experimente: video-geführte Medidation und 
Hüft-Öffner-Yoga

 

 

2 Gedanken zu „Try-Out-Monday: Atem-Übungen & Meditation“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s