Entspannung, Gesundheit, Stress

Die Ehe unter der Lupe der Gesundheit

Tut es uns eigentlich gut, verheiratet zu sein oder in langen Beziehungen zu leben? Rund 59% aller Deutschen ab 16 Jahre leben entweder in einer Ehe oder im Status „zusammenlebend“. Wir alle wissen, die Scheidungen werden mehr, aber auch die Eheschließungen sind wieder angestiegen. Darüber, warum wir in einer Gesellschaft leben, in der die monogame Beziehung immer noch im Mittelpunkt steht, lässt sich viel aus soziologischer, politischer, religiöser und philosophischer Sicht diskutieren. Mich interessiert, ob es uns gut tut – trägt eine langfristige Beziehung oder Ehe zu unserer Gesundheit bei?

Verschiedene Studien belegen das – ich habe auf meiner Suche keine gefunden, die es statistisch gesehen und großflächig betrachtet widerlegt.

Die Universität von Otago stellt fest, dass eine Ehe davor schützt, an Depressionen und Angstzuständen zu erkranken oder eine Sucht zu entwickeln. Der Vorteil für die psychische Gesundheit sei für Männer und Frauen gleichermaßen zu ermitteln.

Die Süddeutsche Zeitung bereichtet hier über ein Forschungsergebnis aus Kalifornien, welches Ehepartnern günstigere Krebsprognosen bescheinigt – mit dem Kommentar

„Vom notorischen Beziehungsgezänk ermattete Zeitgenossen mögen über diese Weisheit zwar verbittert lächeln, medizinisch ist sie jedoch kaum zu widerlegen“. 😉

Hier profitieren übrigens vor allem weiße Männer von dauerhaften Beziehungen: das Risiko an einem bösartigen Tumor zu sterben, liegt für Junggesellen offenbar 24% höher als bei ihren verheirateten Geschlechtsgenossen.

Und nun, als Entspannungspädagogin noch den nachweisbaren Schlenker zum Thema Stress: Die Wissenschaftler der Carnegie Mellon University stellten bei einer Untersuchung fest, dass verheiratete Menschen generell weniger von dem Stresshormon Cortisol in sich tragen. Dies führt zu einer verbesserten Gesundheit bei den Betroffenen, weil sie effektiver vor psychischem Stress geschützt sind.

Dass das alles hinfällig wird, wenn die Ehe / Beziehung eine schlechte ist, versteht sich von selbst. Offenbar ist es bei großflächigen Erhebungen aber immerhin so, dass die Ehe uns statistisch gesehen gut tut – das lässt auch die Vermutung zu, dass die meisten der Ehen und dauerhaften Beziehungen hierzulande die Menschen nicht sonderlich unglücklich machen. Übrigens ist auch erwiesen, dass ein familiäres Netz und gute Freundschaften ebenfalls positive Effekte auf unsere Gesundheit haben. Haltet also an euren Lieben fest – egal ob an euren besten Freunden, euren Eltern, Geschwistern oder ob ihr einen Mann oder eine Frau liebt – oder jemanden, der ein anderes oder kein Geschlecht annimmt, denn das ist völlig gleichrangig.

Und allen Freundinnen, Freunden und Bekannten, die sich in meinem Umfeld gerade zu einer Hochzeit entschließen, wünsche ich das Aller-, Allerbeste!

Bleibt entspannt, ihr macht nämlich genau das richtige.

2 Gedanken zu „Die Ehe unter der Lupe der Gesundheit“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s