Entspannung, Gesund leben, Richtig entspannen

Was tun wir, wenn wir schlafen?

Schlaf, Schlaf, Schlaf, oh wie bist du wichtig. Immanuel Kant reihte den Schlaf gleich in die drei wichtigsten Dinge ein, die uns unser Leben bestehen lassen:

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen. – Immanuel Kant

Warum ist Schlaf in der richtigen Länge so wichtig für uns? Das ist einfach. Bekommen wir nicht genügend Schlaf kann Folgendes passieren:

  • Die Konzentration und Leistungsfähigkeit lassen nach
  • Wir werden launischer, gerzeiter
  • Die Muskelspannung nimmt zu (führt z.B. zu Verspannungsschmerzen)
  • Unser Hormonhaushalt gerät durcheinander – u.a. werden Hormone, die Hunger regulieren, reduziert und z.B. das Hormon Ghrelin, welches den Hunger stimuliert, vermehrt ausgeschüttet
  • Die Entzündungsgefahr in unserem Körper steigt
  • Heilsame Reparaturprozesse an unseren Zellen finden nicht genügend Zeit
  • Unser Immunsystem hat weniger Zeit um Zytokine und infektionsbekämpfende Antikörper freizusetzen -> unsere Immunabwehr wird geschwächt
  • Bei Schlafentzug verarbeitet der Körper Insulin nicht mehr richtig – wir werden schneller dick und das Risiko zur Erkrankung an Diabetes steigt

…Und weil das alles nicht schon genug ist, lässt sich das so zusammenfassen: Wer dauerhaft zu wenig schläft, hat ein erhöhtes Risiko für quasi alles, was schlecht ist – von Krebs, zu Depressionen, Angststörungen, Diabetes, Herzinfarkte und Schlaganfälle, Gewichtszunahme und allgemeine Ungenießbarkeit im besten Falle.

Also: schlafen, lautet die Devise!

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Was passiert denn so, wenn wir schlafen?

Unseren Schlaf erleben wir in verschiedenen Phasen, in denen das Zentralnervensystem und verschiedene Körperfunktionen entsprechend aktiv oder eben weniger aktiv sind, um so Erholungs- und Regenerationseffekte erzeugen zu können. Vielleicht schon mal gehört: Die zwei Grundstadien des Schlafes sind der REM-Schlaf, in welchem wir besonders lebhaft Träumen und der NREM-Schlaf, der sich wiederum in Leicht- und Tiefschlafphasen aufteilt. REM und NREM lösen sich mehrfach in der Nacht ab.

Während wir schlafen, wacht unser Gehirn. Es lenkt seine Aktivitäten auf Aufräum- und Reparaturarbeiten – was genau es da tut, wird von der Forschung zur Zeit sehr genau beobachtet. Die Tatsache, dass wir Trugbilder sehen und richtige Halluzinationen entwickeln können, wenn wir unter Schlafmangel leiden, lässt darauf schließen, dass die Schlafenszeit aktiv dazu genutzt wird, stark belastete Nervenzellen herunterzuregulieren und zu regenerieren. Gleichzeitig geht man aber auch davon aus, dass wir neue Synapsen schaffen, während wir schlafen – wir werden also (sehr umgangsprachlich gedeutet) klüger, wenn wir ausreichend Schlaf bekommen.

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Wie viel soll ich denn nun schlafen?

Tja, keine Ahnung. Fühlst du dich fit, wenn du morgensaufwachst (oder aufstehen musst?) Das ist der wichtigste Indikator. Die Wissenschaft hält 7-8 Stunden Schlaf pro Nach für am effektivsten – schaffst du das? Wenn du auf beide Antworten mit „Ja“ antworten kannst, darfst du dich glücklich schätzen, denn rund ein Drittel aller Deutschen leidet an Schlafstörungen. Das bedeutet, ein Drittel von uns schläft dauerhaft schlecht. Das kann an Schwierigkeiten beim Einschlafen liegen, an langen Wachphasen, an grundsätzlich nicht erholsamen Schlaf oder regelmäßigen Alpträumen.

Die Ursachen dafür liegen häufig im psychischen Bereich – durch anhaltenden Stress und emotionale Belastungen finden wir keine Ruhe. Aber auch Atemwegserkrankungen oder Annomalien beim Blutdruck können uns dauerhaft den Schlaf kosten.

Überprüft doch mal euren Schlaf. Habt ihr das Gefühl, ihr gebt eurem Körper genügend Zeit zur Erholung? Wie fühlt ihr euch so im Durchschnitt an den Tagen einer Woche morgens, wenn ihr aufsteht und abends, wenn ihr zu Bett geht?

Wer sich mit dem Einschlafen schwer tut, weil er abends nicht gut zur Ruhe kommt oder vermeintlich noch nicht müde ist, der sollte es mal mit Sport und/oder Entspannungsübungen versuchen. Ein einfaches und sehr zugängliches Konzept bietet die Progressive Muskelentspannung. Einfach eine gute CD / ein gutes Video abspielen, sicht entspannen lassen und einschlafen. Autogenes Training ist langfristig mindestens genauso hilfreich, allerdings für viele etwas schwerer zu erlernen.

Ich hoffe, ihr werdet heute Nacht wunderbar schlafen – ich auf jeden Fall. Bleibt entspannt!

Eure Alex

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