Achtsamkeit, Entspannung, Gesundheit, Pädagogik, Stress

Wie ich versuche, meinem Körper seinen Schmerz zu gönnen

Von Wehwehchen bis akute Schmerzen, von einmal zu chronisch. Jeder Mensch kennt und erkennt Schmerzen. Es kann ziepen, drücken, hämmern, pulsieren, lähmen, ziehen, reißen – und das quasi überall.

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Ich leide inzwischen täglich unter Verspannungen der Rückenmuskulatur und regelmäßig unter Blockaden, die aufgrund einer leichten Verformung meiner rechten Beckenpfanne dann schnell zu entzündlichen Schmerzen führen. Alle paar Wochen, manchmal Monate, setzt mich dieser Schmerz schachmatt. Dann ist für 1-2 Tage Sitzen eine Qual, laufen schmerzt und alle Bewegungen dazwischen muss ich mit extremer Vorsicht ausführen. Klingt nicht sehr entspannt, was? Stimmt.

Nachdem ich nun einige Jahre auf Ursachenforschung war und sich dadurch nichts geändert hat, habe ich begonnen, meinen Blickwinkel auf die Schmerzen zu verändern. Sendet uns der Körper Schmerzgefühle, weist er uns in der Regel auf einen Missstand hin. Mein Körper sagt mir: „Hey, hier läuft etwas nicht richtig!“, „Ich bin angespannt, verletzt, krank!“ oder auch einfach nur „achte bitte mehr auf mich, du machst etwas, was mir nicht gut tut!“ Das kann Ursachen haben, die tatsächlich in einer Krankheit liegen (dafür sind Ärzte da, keine Entspannungspädagoginnen mit einem Blog!) oder aber wir behandeln unseren Körper tatsächlich einfach nicht richtig. In meinem Fall beschwert sich mein Rücken sicher über zu viel Sitzzeit und zu wenig Muskulatur. Vielleicht auch darüber, dass aufgrund meiner Hüftfehlstellung häufiger mal was „schief läuft“ und er bemängelt wahrscheinlich auch, dass ich bei Stress zu verkrampfter Haltung neige.

Übrigens ist das ein typischer Reflex: Sind wir gestresst oder haben Angst, heben sich die Schultern an, der Muskeltonus steigt, die Atmung wird schneller und flacher oder unregelmäßig. Nimmt man allein diese drei Faktoren (lange nicht alle) von Stress, kann man schon heraushören, dass Folgen wie Rückenschmerzen wirklich Sinn machen.

Ich habe mir vorgenommen- und manchmal klappt das schon gut – mehr auf meinen Körper zu hören. Er weiß, was ihm gut tut, schließlich hat er die Evolution gemeistert und ist damit sicher recht gut informiert. Wenn es also ziept, horche ich hin und versuche, ihm das zu geben, was er braucht: Ruhe, Sport, eine weniger saure Ernährung oder einen anderen Bürostuhl. Ich will versuchen, ihm zu verzeihen, wenn er mich dazu zwingt wie eine 92-Jährige durchs Treppenhaus zu schleichen und ihm die Chance zu geben, sich zu rehabilitieren. Denn ja, Verspannungen können auch krank machen, doch hat man „nur“ die, hat man auch die Chance, sie zu lösen. Zu viele Krankheiten besitzen diesen Luxus nicht, und deshalb will ich meinem Körper dankbar sein, wenn er „nur“ mal wehtut. heartache-1293191_1280.png

Ich lege jetzt also die Füße hoch, ganz entspannt, und freue mich auf eure Reaktionen!

 

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